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Deliktseinteilungen

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Nach der Schwe­re der an­ge­droh­ten Stra­fe un­ter­schei­det man

Nach der Art des Ver­hal­tens des Tä­ters un­ter­schei­det man Be­ge­hungs- und Un­ter­las­sungs­de­lik­te:

Bei schlich­ten Tä­tig­keits­de­lik­ten reicht die Hand­lung al­lein für die Er­fül­lung des Tat­be­stands. Er­folgs­de­likte er­for­dern ei­ne von der Hand­lung ab­grenz­bare Ver­än­de­rung in der Au­ßen­welt.

Nach der Wir­kung der Hand­lung un­ter­schei­det man Ver­let­zungs- und Ge­fähr­dungs­de­lik­te. Die Letz­te­ren un­ter­tei­len sich in

Beim kon­kre­ten Ge­fähr­dungs­de­likt muss tat­säch­lich ei­ne Ge­fahr ein­tre­ten (Bei­nahe-Un­fall bei § 315c StGB). Beim ab­strak­ten Ge­fähr­dungs­de­likt (zum Bei­spiel § 316 StGB) reicht die Hand­lung al­lein aus (schlich­tes Tä­tig­keits­de­likt). Ein Er­folg (wenn auch nur in Form ei­ner kon­kreten Ge­fahr) muss nicht vor­lie­gen.


Er­folgs­qua­li­fi­zier­te De­lik­te set­zen sich aus ei­nem Grund­de­likt und ei­ner schwe­ren Fol­ge zusammen. In Be­zug auf die schwe­re Fol­ge muss min­des­tens Fahr­läs­sig­keit vor­lie­gen, § 18 StGB.

Al­le Dau­er­de­lik­te sind Zu­stands­de­lik­te. Hier muss über das Schaf­fen ei­nes miss­bil­lig­ten Zu­stands hi­naus das Fort­dau­ern­las­sen die­ses Zu­stands vor­lie­gen (Frei­heits­be­rau­bung, § 239 StGB).

All­ge­mein­de­lik­te sind De­lik­te, die je­der be­ge­hen kann. Son­derde­lik­te kön­nen nur Men­schen mit be­son­de­ren Ei­gen­schaf­ten be­ge­hen (Arzt-Ei­gen­schaft bei § 203 StGB).

Ei­gen­hän­di­ge De­lik­te set­zen ei­ne per­sönli­che Tat­vor­nah­me vor­aus. Mit­tä­ter­schaft und mit­tel­bare Tä­ter­schaft durch ei­nen nicht ei­gen­hän­dig Han­deln­den schei­den hier aus.

Im Be­son­de­ren Teil des StGB wer­den die De­lik­te nach Rechts­gü­tern ein­ge­teilt (Ei­gen­tums­de­lik­te, Frei­heits­de­likte usw.).

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